Suq el-Quatanin


Man könnte stunden-, vielleicht auch tagelang durch die engen Gassen der Jerusalemer Altstadt wandeln, zumeist durch schatten- und kühlespendende Gewölbe oder auch durch die mit Angeboten verhängten Markisen der Händler von der Sonne geschützt, den Rufen der Händler lauschend und sich allzu aufdringlicher ihrer Art erwehrend, die Düfte, die Farben und Geräusche im Schmelztiegel unterschiedlicher Religionen und Lebensauffassungen mit allen Sinnen aufnehmend. Und vielleicht gelangt man dann auch hierher: Von der El Wad ha-Gai-Straße biegt sie ab, die gegenüber den eigentlichen Hauptstraßen viel großzügiger gehaltene Suq el-Quatanin. Kein Wunder, befindet sich auch an deren Ende der Haupteingang zum Tempelberg. Derzeit also für Nicht-Moslems eine Sackgasse, an deren Ende ein mit Maschinenpistolen schwerbewaffneter Militärposten aus seinem Auftrag keinen Hehl macht. Und so trifft man hier in dieser Straße kaum Touristen an, auch die Andenkenhändler und Touristen-Nepper haben sich zurückgezogen und das Feld Geschäften mit Gütern für die Einheimischen überlassen.